Neues Veranstaltungsformat erfolgreich getestet

Pandemie macht kreativ: Und führt zu neuen Eventformaten wie dem Fraunhofer Digitalfestival. Bei der Online-Konferenz am 26. Mai 2020 drehte sich alles um das Thema Geschäftsmodelle in Zeiten der Digitalisierung. Veranstalter waren die KMU-Transferinitiativen Business Innovation Engineering Center (BIEC) sowie das Popup Labor BW des Fraunhofer IAO.

Begrüßt wurden die Teilnehmer durch den Leiter des Fraunhofer IAO Professor Wilhelm Bauer. Unmittelbar danach war Gerhard Spengler, der Geschäftsführer des LOG_X Verlages, am Start. Das Thema seines Vortrages in der Session „Impulse aus der Praxis“ lautete 360 Grad – Digitalisierung im Verlag. „Die digitalen Systeme und Tools haben die Prozesse komplett verändert. Der Haupteffekt heißt Beschleunigung“, so Gerhard Spengler gleich zu Beginn.

Er machte den zahlreichen Besuchern der virtuellen Tagung deutlich, dass sich das „Ökosystem“ von Verlagen radikal verändert hat: Content ist heute im Internet „on Demand“ verfügbar – und zwar digital bzw. multimedial. Die Folge: „Jedes Unternehmen muss sich entsprechend positionieren. Und unsere Geschäftsmodelle müssen sich weiterentwickeln."

Spenglers Fazit: „Wir können der digitalen Welle nicht ausweichen. Wir müssen die Welle reiten und veränderungsfähig bleiben. Das bedeutet auch, dass wir das eigene Geschäftsmodell permanent hinterfragen und ständig anpassen müssen.


Content aus der Dusche

Agil, innovativ, erfolgreich: Derzeit unterstützen wir eine bekannte Personalberatung mit unserem Know-how bei einem digitalen Projekt – Live Video Calls, auch „Wöchentliche Webdusche“ genannt. Startschuss war im Mai. In einer Art agiler Allianz bündelt ein Expertenteam seine Kompetenzen und wirft einen multiperspektivischen Blick auf das Thema Veränderung in der Krise. Ein paar Stichworte zum Hintergrund:

Das Format: Ein wöchentlich stattfindender Livestream von 20 Minuten Dauer

Das Ziel: Schaffen von Awareness und Aufbau einer Community, um Kunden langfristig zu binden

Die Themen: Entstehen sukzessive, anlass- und bedarfsorientiert im Dialog

Das Expertenteam: Interdisziplinär zusammengesetzt

Unser Beitrag:

  • Aufbereitung der einzelnen Themen für eine Landingpage
  • Kontextsensitives Verfassen von Social Media Posts, Blogbeiträgen, Mailings und Remindern an Teilnehmer
  • Regelmäßiges Bespielen digitaler Kommunikationskanäle und -plattformen
  • Verfassen flankierender Praxisartikel
  • Projektmanagement: Themensetting, Terminplanung und -überwachung
  • Moderation und Coaching des Teams mithilfe diverser Kommunikations- und Kollaborations-Tools

Das Ergebnis: Durchschlagender Erfolg und begeisterte Kunden


Die Digitale Transformation gestalten

Die Herausforderungen und Konsequenzen der Digitalen Transformation für Wirtschaft und Gesellschaft werden teilweise kontrovers diskutiert. Unstrittig ist, dass die tiefgreifenden Veränderungen mit erhöhten Wissensbedarfen auf allen Ebenen einhergehen. So wird von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) auf die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Wissens- und Kompetenzerwerbs hingewiesen, um die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit am Standort Deutschland nachhaltig zu sichern. Nur damit, so acatech weiter, lassen sich die Chancen der Digitalen Transformation in unternehmerischen Erfolg ummünzen.

Narrative – „Inseln im Informationsstrom“

Die Komplexität der Transformation(en) bringt es mit sich, dass Lernprozesse in hohem Maße selbstgesteuert ablaufen müssen. Das aber setzt unter anderem das Erkennen von Zusammenhängen voraus, die in unserer heutigen, zersplitterten Weiterbildungslandschaft nur schwer erkennbar sind. Didaktisch kann solches Zusammenhangwissen durch so genannte Narrative vermittelt werden. Gemeint sind logisch und inhaltlich überzeugende Darstellungen, die als eine Art „Inseln im Informationsstrom“ dienen und gleichzeitig Lernimpulse für die eigenständige Befassung setzen.

Die LOG_X Verlag GmbH versteht sich bei der medialen Umsetzung solcher Narrative als Pionier und hat mit der eBook-Reihe LOGiBits ein entsprechendes Format entwickelt. Diese eBooks können als eine Art „Digitaler Lernnuggets“ verstanden werden. Neben einem verständlichen inhaltlichen Narrativ bieten die LOGiBits nämlich die Möglichkeit, auf weitere digitale, multimediale oder auch interaktive Lerneinheiten zu verlinken (Videos, Podcasts, Lernspiele u.a.m.).

Gerhard Spengler Unternehmensdialog 2019

Gerhard Spengler, Verleger und Speaker zur Digitalen Transformation
 

Narrative Lerninseln schaffen

Bezogen auf die wesentlichen Akteure der Digitalen Transformation, die Unternehmen, dienen die Narrative als gemeinsame „Absprungbasen“ für die passgenaue und individualisierte Vermittlung von Inhalten. Geteilte Narrative verbinden die unterschiedlichen Lernkulturen und bilden den Ausgangspunkt getrennter und individueller „Learning Journeys“.

Neben seiner mehr als zwanzigjährigen Erfahrung im Wissenstransfer „aus der Forschung in die Praxis“ kann LOG_X auf die kommunikative und didaktische Begleitung großer Veränderungsprojekte in der Industrie verweisen. Auch hier spielen in jüngerer Vergangenheit Narrative oder „Transformation Stories“ eine zunehmend wichtige Rolle – gerade vor dem Hintergrund undeutlicher Entwicklungspfade und inhaltlicher Ambidextrie.

Der Mensch lernt nicht zuletzt durch Anschauung und Nachahmung. Durch Beispiele. Deshalb sind neben konzeptionellen Narrativen vor allem Berichte und Reportagen aus der unternehmerischen Praxis elementarer Bestandteil. Hier lautet das Credo:

Glaubhafte Real Practice statt auf Hochglanz getrimmter Best Practice.

Das Transformations-Narrativ: wirksam, positiv und glaubhaft

In Deutschland haben es Veränderungen traditionell schwer. Das gilt insbesondere dann, wenn ihre Konsequenzen und ihr Verlauf kaum absehbar sind. Wie bei der Digitalen Transformation. In solchen Fällen gewinnen die vermeintlichen „Bewahrer“ oftmals dadurch die Oberhand, dass sie das stärkere, nämlich angstbesetzte, Narrativ verbreiten. Dieser rückwärtsgewandten „Stimmungsmache“ muss ein positives Zukunftssignal in Form eines wirksamen, positiven und glaubhaften Transformations-Narrativs entgegengesetzt werden. Ein solches Gesamtbild entsteht aus der Summe der Einzelbilder bzw. -narrative, die Schritt für Schritt, eBook für eBook, erzählt und vermittelt werden.

Bei LOG_X. 

Gerhard Spengler, Verleger


"Big Data führt zu digitalen Geschäftsmodellen und neuen Dienstleistungen"

Dr. Bernd Bienzeisler ist Mitautor des bei LOG_X in Kürze erscheinenden eBooks Richtung Zukunft. Mit ihm sprach Michael Rohn, Verlagsleiter bei LOG_X.

LOG_X: Herr Dr. Bienzeisler, könnten Sie in ein, zwei Sätzen sagen, was genau Sie unter ‚Kognitiven Dienstleistungssystemen‘ verstehen? Unter dem Begriff verstehe ich datenbasierte Geschäftsmodelle, die durch digitale Verknüpfung von Prozessen unterschiedlicher Anbieter – und zwar in einem Dienstleistungs-Ökosystem – möglich werden. Früher waren diese Prozesse getrennt, durch die Digitalisierung lassen sie sich jetzt jedoch verknüpfen.

LOG_X: Wo spielt aus Ihrer Sicht bei diesem Thema die Musik? Die zentrale Frage lautet: Wo zieht man in einer Zeit, in der – zumindest theoretisch – alles mit allem verknüpfbar ist, die Systemgrenze? Das Denken folgt heute oftmals der Formel „Anything goes“. Klingt gut, ist aber falsch. Denn es muss entschieden werden: Wo setzen wir an? Und wo macht es Sinn, prozessbezogene Daten über Sensorik und IoT-Applikationen verfügbar zu halten?

im gespraech bernd bienzeisler richtung zukunft 600

LOG_X: Das ist also aus Ihrer Sicht eine Art Megatrend? Richtig. Dahinter steht auch die Frage nach der Nutzung von Daten. Ganz konkret: Wie lässt sich aus Daten Mehrwert generieren? Die Verknüpfung physischer und digitaler Infrastrukturen ist ein Megathema. Am Ende steht, wie bereits gesagt, immer die Frage: Wo beginnen wir – und wo hören wir auf? End to End lässt sich vieles vorstellen. Aber die Welt wird dann schnell so komplex, dass einem schwindlig wird.

Die Menge an Daten ist in diesem Zusammenhang dabei nicht das eigentliche Problem. Vielmehr lautet die Frage: Haben wir die richtigen Daten? Liegen sie in unterschiedlichen Formaten vor? Existieren auch Datenlücken? Die Herausforderung lautet, die richtigen Daten für den richtigen Anwendungszweck zur Verfügung zu stellen.

LOG_X: Worauf sollten Unternehmen achten, wenn sie sich dem Thema nähern? Auf alle Fälle darauf, dass ihr Datenmanagement integraler Bestandteil einer Digitalisierungsstrategie ist. Eine Vorgehensweise nach dem Motto „Schnell-mal-was-mit-Daten-machen“ ist nicht wirklich zielführend. Wenn das Management noch mit Papier und Bleistift arbeitet, sollte man nicht gleich mit Predictive Maintenance beginnen. Das Unternehmen muss einen gewissen digitalen Reifegrad aufweisen. Nochmal: Digitalisierung ist ein ganzheitlicher Prozess, der eine Strategie benötigt und der von ganz oben gelebt werden muss.

LOG_X: In Ihrem gemeinsamen Vorwort sprechen Sie von der Relevanz Kognitiver Dienstleistungssysteme. Die Relevanz des Themas kann man nicht hoch genug einschätzen. Zwar stehen wir erst am Anfang der Digitalisierung, aber ich bin davon überzeugt, dass die Digitalisierung für die Ökonomie und die Gesellschaft einen ähnlichen Effekt haben wird wie die Industrialisierung. Die Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie, die Spielregeln, auch die Player werden völlig andere sein. Bestes Beispiel: das Auto als „vernetztes Device“. Aus einem Fortbewegungsmittel wird ein mobiles, digitales Device, in dem wir unsere Zeit verbringen. Damit verändert sich die Perspektive komplett: auf Kunden, auf Produkte, auf den Mehrwert.

LOG_X: Wer sollte Ihr Buch lesen? Wir sprechen ganz bewusst nicht nur ein Fachpublikum an, sondern richten uns an alle, die sich dafür interessieren, was um sie herum in Sachen Dienstleistungsentwicklung vor dem Hintergrund der Künstlichen Intelligenz passiert. Unser kompaktes eBook bietet hier ein breites Themenspektrum.

LOG_X: Letzte Frage. Welche Rolle spielt die Forschung in dem digitalen Kosmos? Kurz gesagt: Forschung ist der Kitt, der das Ganze zusammenhält. Möglicherweise wird die Forschung in einer Digitalökonomie auch vom Umfang her eine ganz andere sein als es heute der Fall ist. Wenn nun auch der Dienstleistungssektor durch Künstliche Intelligenz weiter automatisiert und rationalisiert wird, werden immer mehr Mitarbeiter in der Forschung benötigt werden. Der amerikanische Ökonom und Pionier der Dienstleistungsforschung William J. Baumol antwortete auf die Frage, wo denn die Menschen künftig Beschäftigung finden, folgendermaßen: „We have to put them into the innovation system!“ Meint: Forschung wird künftig nicht etwas sein, das nur die Wissenschaft betrifft. Jedes Unternehmen wird Forschung betreiben müssen. Forschung wird, wenn Sie so wollen, in jeden Bereich ‚diffundieren‘.

LOG_X: Herr Dr. Bienzeisler, ich danke Ihnen sehr für dieses Gespräch.

Dr. Bernd Bienzeisler leitet seit Juni 2019 das Forschungs- und Innovationszentrum Kognitive Dienstleistungssysteme (KODIS) auf dem Bildungscampus in Heilbronn. Er ist Mitautor des aktuellen eBooks Richtung Zukunft.

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