Fit für die Zukunft

Der Weg an die Weltspitze ist für ein mittelständisches Unternehmen kein einfacher. Denn neben innovativen Produkten gehören dazu hoch effiziente Prozesse und eine konsistente Führung, vereinigt in einem unternehmensweiten System. Bei der TRUMPF GmbH + Co. KG aus Ditzingen bei Stuttgart heißt dieses System SYNCHRO. Es sorgt dafür, dass alle Kräfte darauf gerichtet sind, das Unternehmen gezielt in Bewegung zu bringen. Richtung Spitzenleistung.

Der Startschuss für SYNCHRO fiel vor 20 Jahren. Man begann mit dem Anwenden von Lean-Methoden sowie -Prinzipien und erzielte schnell Fortschritte in Sachen Produktivität. In den Jahren nach 2008 begann jedoch eine Phase, in der das durch SYNCHRO unterstützte Vorankommen langsamer wurde. Experten bestätigten dem Management, dass man methodisch sehr gut aufgestellt sei, jedoch beim Thema Führung noch Nachholbedarf hätte. Hierzu Florian Guber, bis Ende 2017 Leiter SYNCHRO Consulting: „Dies führte bei TRUMPF zur Einführung dessen, was wir intern SYNCHRO PLUS nennen und was uns wieder deutliche Produktivitätsfortschritte sowie in letzter Konsequenz eine Verstetigung der Verbesserungsprozesse brachte. Ein wichtiger Baustein war hier das Shopfloor Management als Führungsinstrument.“

Beim Thema Shopfloor Management käme allen Beteiligten die Fähigkeit zugute, die Methoden immer wieder zu überdenken. Auch diese Anpassung bzw. Neujustierung des Instrumentariums gehöre zur Kontinuierlichen Verbesserung und damit zu SYNCHRO. So spielt seit geraumer Zeit das Führen mit Zielzuständen eine zunehmend wichtige Rolle. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das für Verbesserungen notwendige Arbeiten in Routinen nicht zu einem leblosen „Dienst nach Vorschrift“ erstarrt. Die Bereitschaft der Führungskräfte, das Shopfloor Management selbst zu verbessern und anzupassen, ist insgesamt groß, „was für die Vitalität von SYNCHRO sehr hilfreich ist“, so Guber.

„Shopfloor Management war für uns ein Segen“

„Als ein wahrer Segen erwies sich für das TRUMPF-Werk Schramberg das Shopfloor Management.“ So die Meinung von Eugen Göller, Werkleiter TRUMPF Laser GmbH, Schramberg. „Wir gehörten zu den ersten Werken, in denen dieses Instrument mit Unterstützung einer externen Beratung eingeführt wurde. Nun arbeiten wir seit mittlerweile fünf Jahren damit und man kann sagen, dass Shopfloor Management zu einer eingeübten Routine geworden ist, die niemand mehr missen will.“

Im Shopfloor agieren Führungskräfte und Mitarbeiter allerdings nicht dogmatisch, sondern passen das Instrument an deren Bedürfnisse an und entwickeln es ständig in kleinen Evolutionsschritten weiter. Mit der zunehmenden Routine im Umgang mit Problemlösungen, Zielzuständen und Prozessverbesserungen geht den Mitarbeitern nicht nur das Shopfloor Management, sondern das gesamte SYNCHRO-Gedankengut in Fleisch und Blut über. Leicht zugespitzt kann man sagen, dass SYNCHRO in Schramberg zur DNA der Mitarbeiter gehört.

Kein Selbstläufer

 Das Thema Shopfloor Management ist jedoch kein Selbstläufer. Von daher ist es notwendig, es sowohl neuen Mitarbeitern beizubringen als auch die erfahrenen Mitarbeiter weiter darin zu trainieren. Mittlerweile wird den Führungskräften von den SYNCHRO-Experten im Unternehmen, namentlich der SYNCHRO Consulting, attestiert, dass das Werk in Schramberg in Sachen Shopfloor Management zu den Vorreitern gehört. Danach sah es in der Vergangenheit nicht immer aus, doch man hatte den Weg beharrlich in kleinen Schritten verfolgt.

Fazit: Ein Erfolgsfaktor war, dass Shopfloor Management innerhalb der TRUMPF-Gruppe nicht stur nach „Schema F“ ausgerollt wurde. Hierzu nochmals Eugen Göller: „Innerhalb eines gewissen gruppenweiten Standards hatte und hat jedes Werk den Spielraum, den es für seine spezifischen Rahmenbedingungen benötigt – was insbesondere Schramberg mit der Lasertechnik zugutekommt.“

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